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I-P

I
Imbroglio 
Verwirrung, nennt man Stellen, die rhythmisch durch Übereinanderschichtung verschiedener Taktarten verwirrt sind. 
Imitation 
Nachahmnung, eine Stimme ahmt die andere nach 
impetuoso 
(italienisch) stürmisch, ungestüm  
Impressionismus 
'Eindruckskunst' - Ausdruck aus der Malerei auf die Musik übertragen, Hauptvertreter: Ravel, Debussy, Respighi...  
Impromptu 
ein kurzes Stück improvisatorischer Natur meist für Klavier 
Improvisation 
die Kunst des spontanen Musizierens ohne Noten. Meist auf einem Thema oder einem Harmonieschema basierend.  
in modo di 
(italienisch) in der Art von  
incalzando 
(italienisch) drängend  
infernale 
(italienisch) teuflisch, höllisch  
inglese 
(italienisch) englisch  
inquieto 
(italienisch) unruhig 
Instrumentation 
das Komponieren oder Transkribieren einer Musik für bestimmte Instrumente.  
Intavolieren 
(lateinisch) das Bearbeiten eines Vokalsatzes für Orgel oder Laute.  
Intendant 
Leiter eines Theaters, Opernhauses oder Rundfunksenders. 
Interludium 
Zwischenstück, Zwischenspiel 
Intermedium 
Zwischenstück, Zwischenspiel 
Intermezzo 
(italienisch) 1. Zwischenspiel 2. ein kurzes Klavierstück  
Interpretation 
Ausdeutung 
Interpunktion 
musikalische Phrasierung 
Intervall 
Abstand zweier Töne voneinander (Prim, Sekund, Terz, Quart, Quint, Sext, Septim, Oktav, Non, Dezim...)  
Intonation 
(lateinisch) Einstimmung  
Intrada 
(italienisch) Einleitung, Vorspiel  
Introduktion 
(lateinisch) Einleitung, Eröffnung  
Introitus 
(lateinisch) Eingang, der nach dem Kirchenjahr wechselnde Eingangsgesang der Messe. 
Invention 
Bach's kleine kontrapunktische Studien für Klavier. 
Ionisch 
Kirchentonart; die heutige C-Durtonart. Alle weißen Tasten des Klaviers von C-C.  
istesso 
(italienisch) derselbe, dasselbe  
L'istesso tempo 
dasselbe Zeitmaß (trotz wechselnder Taktart).

J
Janitscharenmusik 
Janitscharen (türkisch, neues Heer) waren türkische Fußtruppen. (türkische Musik z.B. in Mozarts 'Entführung aus dem Serail')  
Jagdhorn 
ventilloses Horn (Waldhorn). 
Jazz 
Musikgattung, um 1900 in den USA entstanden  
Jodeln 
eine für Alpenvölker eigentümliche Singweise. Die Stimme schlägt von der Bruststimme in die Kopfstimme (Fistelstimme) über. 
Jonisch 
Kirchentonart (ionisch); die heutige C-Durtonart. Alle weißen Tasten des Klaviers von C-C.

K
Kadenz 
1. Eine Akkordfortschreitung, die einen schließenden Effekt hat. 2. Eine Passage, in der der Solist, mehr oder weniger frei, sein Können demonstrieren kann (ursprünglich improvisiert).  
Kaffee-Kantate 
Die Kantate 'Schweigt stille, plaudert nicht' von J. S. Bach (BWV 211).  
Kakophonie 
(griechisch) Mißklang 
Kaiserquartett 
Streichquartett in C-Dur, opus 76,3 von Joseph Haydn. Im letzten Satz variiert Haydn sein Lied 'Gott erhalte Franz, den Kaiser'. 
Kammermusik 
Instrumentalmusik in Ensembles von kleinerer Größe. Normalerweise ein Musiker pro Stimme. Sie kann vorzugsweise in kleineren Räumen aufgeführt werden. (Streichquartette usw. Klavierduos, Trios, Quartette usw.)  
Kammerorchester 
solistisch besetztes Orchester.  
Kammerton 
a', 440 Hz (Hertz = Schwingungen pro Sekunde) 1939 international festgelegt, zum Stimmen der Musikinstrumente. 
Kanon 
ein kontrapunktisches Werk, in dem einem Stimme nach der anderen einsetzt und die erste Stimme genau kopiert wird. Es gibt auch noch Spiegelkanons, die gleichzeitig rückwärts und vorwärts gespielt werden. 
Kantate 
(italienisch) eine Vokalkomposition mit instrumentaler Begleitung. 
Kantilene 
gesangsmäßige Melodie 
Kanzone 
ursprünglich Strophenlied der Troubadours, später Übertragung auf Instrumente; hat sich zur Sonate und Suite weiterentwickelt.  
Kapellmeister 
Leiter eines Chores oder Orchesters (Dirigent)  
Kapodaster 
(iatl. capo tasto), der Hauptbund, d.h. der für alle Saiten geltende Bund, ein Sattel auf dem Griffbrett der verschoben werden kann um die Saiten gleichmäßig zu verkürzen.  
Kastagnetten 
Holzplättchen, spanisches Klapperinstrument  
Kastrat 
männlicher Sopran- oder Altsänger (entmannt)  
KB 
Abk. für Kontrabaß 
Kesselpauke 
Pauke, bei der das Fell über einen Kessel gespannt ist. 
Kithara 
das wichtigste Saiteninstrument (Handharfe) der Griechen mit 4 - 18 Saiten. 
Kirchentonarten 
die wichtigsten sind: dorisch (D-D), phrygisch (E-E), lydisch(F-F), mixolydisch (G-G), ionische (C-C) und äolische (A-A). (In Klammern immer die weißen Tasten auf dem Klavier, die die Skala bestimmen). 
Kirchenschluß 
Plagalschluß; Subdominante (IV.Stufe) - Tonika (I.Stufe) 
Klangfarbe 
Die charakteristischen Klangqualitäten eines Instrumentes oder einer Stimme. Verschiedene Klangfarben sind auf dem Instrument durch Manipulation des Spielers möglich. 
Klappe 
Vorrichtung zum Öffnen bzw. Schließen der Tonlöcher bei Blasinstrumenten. 
Klarinette 
Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt. 
Klassik 
die musikalische Epoche des späten 18. Jhd. Haydn, Mozart und Beethoven sind typische Vertreter dieses Stils (Wiener Klassik). Die typischen Formen sind: die Sonate, die Symphonie und das Ko 
Klaviatur 
(ital. claves - Taste), die nebeneinanderliegenden Tasten (Tastatur) 
Klavier 
das heute weitverbreitetste Tasteninstrument.  
Klavierauszug 
Transkription einer Partitur (meist Oper) für das Klavier, zur Korrepetition. 
Coda 
(ital. Coda, Schwanz) Schlußteil eines musikalischen Stückes.  
Köchelverzeichnis 
Chronologisches Verzeichnis sämtlicher Werke W. A. Mozarts, benannt nach Ludwig, Ritter von Köchel (1800 - 1877). 
Kolo 
Ein Tanz in Kroatien und Serbien mit Gesang und instrumentaler Begleitung. 
Kolophonium 
Harz zum Bestreichen der Bogenhaare bei Streichinstrumenten. 
Koloratur 
kunstvoller Ziergesang (Passagen mit besonderer Höhe) 
komponieren 
(lateinisch componere - zusammenstellen) ein musikalisches Kunstwerk schaffen. 
Konservatorium 
ursprünglich 'Bewahranstalt' für Waisen, die auch im Chorgesang ausgebildet wurden; heute allgemeine Musikschule mit höherem Status. 
Konsonanz 
dem Ohr gefallender Zusammenklang (Gegenteil: Dissonanz) 
Kontrapunkt 
der Zusammenklang von zwei oder mehr verschiedenen Stimmen, die rythmisch und melodisch unabhängig voneinander agieren.  
Konzert 
1. musikalische Veranstaltung 2. größeres Solostück für ein oder mehrere Soloinstr. mit Orchester. 
Konzertmeister 
'Anführer' der ersten Geigen im Orchester. 
Kopfstimme 
oberes Register der Stimme 
Kornett 
kleines Horn, aus dem Posthorn hervorgegangen mit trompetenähnlicher Form. 
Korrepetitor 
der zum Einstudieren der Gesangspartien vom Klavier asu beauftragte Kapellmeister eines Theaters oder Opernhauses. 
Krebs 
ein Thema, das rückwärts gespielt wird. 
Kreuz 
die Erhöhung eines Tones um einen Halbtonschritt (#). Das Doppelkreuz erhöht um zwei Halbtonschritte. 
Kreuzstabkante 
Kantate von J. S. Bach, BWV 56 'Ich will den Kreuzstab gerne tragen'.  
Krönungskonzert 
Klavierkonzert von W. A. Mozart in D-Dur, KV 537, welches er zur Kaiserkrönung in Frankfurt 1760 schrieb und dort spielte. 
KV 
Abkürzung für Köchel-Verzeichnis; Verzeichnis der Werke Mozarts.

L
Labialpfeifen 
flötenartige Orgelstimmen 
lacrimoso 
(italienisch) tänenreich, klagend 
Ländler 
langsamer östereichischer Tanz im Walzerrhythmus. 
Largamente 
(italienisch) breit 
Larghetto 
(italienisch) nicht ganz so langsam wie ein Largo 
Largo 
(italienisch) langsam, sehr breit 
Laudi 
italienische Lobgesänge der Bruderschaften im 13. bis 16 Jahrhundert.  
Laute 
altes Zupfinstrument  
legato 
(italienisch) gebunden. 
Leger 
(französisch) leicht 
leggiero 
(italienisch) leicht, duftig  
Legno 
(italienisch, Holz) col legno: bei Streichern mit dem Holz des Bogens streichen; col legno battuto = mit dem Holz des Bogens schlagen. 
Leitereigen 
sind Töne, die in einer Tonart vorkommen, alle anderen sind leiterfremd.  
Leitmotiv 
Wagner schaffte durch die Verknüpfung von bestimmten Motiven an Charaktere die Möglichkeit diese durch die ganze Oper zu verarbeiten und zu unterstützen. 
Leitton 
die siebte Stufe einer Durtonleiter. Der Leitton leitet hinauf zum Grundton der Tonart. In Moll muß die siebente Stufe erhöht werden, um diesen Charaker zu bekommen.  
Lento 
(italienisch) langsam  
libitum 
(lateinisch libitum est, es gefällt) ad libitum = nach Belieben  
Libretto 
(italienisch) der Text zu einer Oper oder einem Oratoium  
licenza 
(italienisch) Freiheit  
Lied 
musikalische Form, die dem Sänger die Möglichkeit bietet, das dichterische Wort mit persönlicher Empfindung auszudrücken.  
Liedertafel 
Männergesangsverein; 1 Liedertafel 1809 in Berlin gegründet.  
Ligatur 
Bindung 
Liniensystem 
ein System mit dem die Tonhöhe genau bezeichnet werden kann, geht auf Guido von Arezzo (ca. 980 - 1050) zurück.  
Litanei 
psalmorientierter Bittgesang im Gottesdienst.  
Liturgie 
Ordnung des Gottesdienstes, regelt die Wechselgesänge, den Einbau von Chorälen u.s.w..  
L'istesso tempo 
(italienisch) im gleichen Zeitmaß zu spielen wie vorher.  
laco 
(italienisch, Platz) - Nach der Versetzung in eine andere Oktave soll nun wieder so gespielt werden, wie es notiert ist.  
lontano 
(italienisch) entfernt  
Loure 
ein französischer Tanz im 18. Jahrhundertim 6/4 oder 3/8 Takt, ähnlich der Sarabande.  
vlugubre 
(italienisch) düster, traurig, klagend  
lunga 
(italienisch) lang (bei Fermaten) aushalten  
lusingando 
(italienisch) schmeichelnd  
Lydisch 
Kirchentonart, entspricht den weißen Tasten von F-F auf dem Klavier.  
Lyra 
(griechisch) ursprünglich Saiteninstrument. Heute Bezeichnung für ein Glockenspiel.

M
ma 
(lateinisch) aber 
man non troppo 
(italienisch) aber nicht zu sehr; z.B.: Allegro ma non troppo = schnell, aber nicht zu sehr  
macabre 
(französisch) z.B. Dance macabre: Totentanz  
Madrigal 
ein weltliches unbegleitetes Vokalstück hauptsächlich aus dem 16. und 17. Jhd. (Gabrieli und Palestrina). 
maestoso 
(italienisch) majestätisch, feierlich, erhaben  
maestro 
1. (italienisch) Meister 2. Anrede für einen Musiker oder Komponisten  
maggiore 
(italienisch) Dur  
maj 
Abk. für Durtonleiter; major (englisch) 
malinconia 
(italienisch) Melancholie  
mancando 
(italienisch) abnehmend, leise verhauchend.  
Mandoline 
ein zur Lautenfamilie gehöriges Zupfinstrument (bauchiger Kasten mit 4 doppelchörigen Stahlsaiten) 
Manual 
(lateinisch) Klaviatur für die Hände bei der Orgel  
marcato 
(italienisch) markiert, hervorgehoben, betont  
marche 
(französisch) Marsch.  
marcia 
(italienisch) Marsch. Alla marcia, im Marschrhythmus  
Marimba 
xylohponartiges Schlaginstrument  
Marsch 
ein Stück im langsamen 4/4 oder schnellen 2/4 Takt  
martellato 
(italienisch) gehämmert; kurzes, sehr kräftiges staccato  
marziale 
(italienisch) kriegerisch  
Matinata 
(italienisch) Morgenlied  
Maultrommel 
auch Brummeisen oder Mundharfe genannt, hufeisenförmig gebogender Stahl, der zwischen die Zähne genommen wird, der Rachenraum dient als Resonanzkörper. J. G. Albrechtsberger, der Lehrer Beethovens, schrieb ein Konzert für Maultrommel.  
Mazurka 
ein polnischer Volkstanz im 3/4 oder 3/8 Takt. Besonders von Chopin zur Blüte gebracht und stilisiert.  
md (mano destra) 
(italienisch) mit der rechten Hand zu spielen.  
Mediante 
Name für die Tonart der III. Stufe einer Skala.  
Melisma 
eine Gruppe von Noten, die auf einer Silbe gesungen werden.  
Melodie 
aus Motiven bestehende, abgeschlossene Tonfolge.  
melodisches Moll 
Molltonleiter mit aufwärts erhöhter 6. und 7. Stufe. Abwärts werden beide wieder aufgelöst. 
Melodrama 
Dramatische Rezitation auf einem musikalischen Hintergrund.  
meno 
(italienisch) weniger; z.B.: meno mosso = weniger bewegt  
Mensur 
1. Zeitwert der Noten 2. beim Instrumentenbau: Verhältnis zwischen der Länge und Durchmesser  
Menuett 
ein mäßig schneller französischer Tanz im 3/4 Takt. Des Menuett taucht oft als dritter Satz in einer Sonate, Symphonie oder einem Streichquartett auf  
messa di voce 
(italienisch) das langsame An- und Abschwellen eines gesungenen Tones.  
Messe 
der Hauptgottesdienst in der Katholischen Kirche bestehend aus: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agus Dei. 
mesto 
(italienisch) traurig, betrübt  
meta 
(italienisch) Hälfte, halb  
Metronom 
Taktmesser, von Mälzel 1816 entwickelt.  
Metrum 
Grundpuls einer Komposition. Im 4/4 Takt ist der Grundpuls Viertel und jede erste Viertel im Takt bekommt eine Betonung.  
mezza voce 
(italienisch) mit halber Stimme  
mezzo 
(italienisch) halb, z.B. mezzoforte = halblaut  
mezzoforte 
'halblaut'; zwischen f und p Abk. mf.  
mezzopiano 
'halbleise'; zwischen p und mf  
Mezzosopran 
mittlerer Sopran ohne hohe Lagen; zwischen Sopran und Alt.  
mg (main gauche) 
(französisch) mit der linken Hand zu spielen.  
microtone 
ein Intervall, daß kleiner als ein Halbtonschritt ist.  
Minacciando 
(italienisch) drohend  
Minnesänger 
ritterlicher Sänger des 12. und 13. Jh. in Deutschland. Hauptvertreter: Walther v.d. Vogelweide, Oswald v. Wolkenstein, Neidhardt v. Reuenthal...  
minore 
(italienisch) kleiner, d.h. kleine Terz - Moll maggiore = Dur. 
missa 
(lateinisch) Messe 
missa brevis 
(lateinisch) eine kurze Messe  
Missa solemnis 
Hohe Messe 
misterioso 
(lateinisch) geheimnisvoll 
misura 
(italienisch) Maß, Takt 
Mixolydisch 
eine Kirchentonart. Auf dem Klavier die Tasten von G-G.  
mobile 
(italienisch) beweglich 
moderato 
(italienisch) in gemäßigtem Tempo. Oft mit anderen Tempobezeichnungen verbunden (z.B.: allegro moderato). 
modo 
(italienisch) Art und Weise 
modulieren 
in eine andere Tonart gehen  
Modulation 
das Übergehen von einer Tonart in eine andere.  
molto 
(italienisch) viel, sehr molto Allgegro = sehr schnell 
Moment musical 
(französisch) improvisierendes, lyrisches Charakterstück (Schubert)  
Monochord
Instrument mit nur einer Saite über einem Resonanzkörper.  
Monodie 
Einzelgesang; homophoner Sologesang mit Begleitung 
Monodram 
ein Bühnenstück für einen Darsteller mit Musik (Chor) 
Monophonie 
(griechisch) Musik mit nur einer melodischen Linie ohne jede Begleitung.  
monothematisch 
Musik mit nur einem Thema 
morbido 
(italienisch) zart, weich  
Mordent 
Verzierung; die untere Nebennote wird kurz angeschlagen. 
mordeno 
(italienisch) ersterbend, leise verhauchend  
mosso 
(italienisch) bewegt, lebhaft  
Motette 
bedeutendste Form der Polyphonie; eine mehrstimmige, unbegleitete, meist geistliche Vokalkomposition. 
Motiv 
1. Eine kurze wiedererkennbare melodische oder rhythmische Figur; 2. In der Analyse beschreibt es die kleinste zusammenhängende Unterteilung (z.B. eines Themas).  
moto 
Bewegung, con moto = mit Bewegung  
Mundharmonica 
Instrument bei dem die Luft durch Anblasen zu den Metallzungen geführt wird.  
Mundstück 
der 'Lippenbecher' bei Blasinstrumenten. 
Musette 
(französisch) 1. kleiner Dudelsack 2. Tanz im 3er Takt, Zwischensatz in der Gavotte.  
ms 
(italienisch) 'mano sinistra' mit der linken Hand zu spielen  
Musical 
amerikanisches Unterhaltungtheater mit gesprochenen Dialogen, Songs, Ensembles, Chören, Tänzen und dekorativen Show-Effekten 
Musikdrama 
ein Ausdruck von Wagner um das Gesamtkunstwerk zu beschreiben, das im Gegensatz zur Oper durch Leitmotive aus dem Drama die Musik entwickelt.  
Musikstab 
vermutlich das älteste Saiteninstrument. 
musique concrete 
von Pierre Schaeffer 1948 so benannte Musik, in welcher Naturgeräusche auf Band aufgenommen werden und dann verzerrt und kombiniert werden.  
muta 
(italienisch, verändere) Wechsel in eine ander Tonart. z.B. muta in F  
Mysterien 
biblichs, religiöse dramatische Darstellung mit Musik im Mittelalter, Vorläufer des Oratoriums

N
Nachahmung 
Imitation; Wiederholung eines Motives in anderer Tonlage, bzw. in anderer Stimme.  
Nachschlag 
der Nachschlag folgt dem Triller (Verziehrung)  
Nachspiel 
Abschluß eines Musikstückes  
Nachtmusik 
Eine kleine Nachtmusik - Divertimento in D-Dur, KV 525 von W. A. Mozart (1787).  
Nänie 
(griechisch) Trauergesang  
naturale 
(italienisch) natürlich  
Naturhorn 
Waldhorn ohne Ventile, auf dem nur Naturtöne gespielt werden können.  
Naturtöne 
Töne bei Blasinstrumenten, die ohne Verkürzung oder Verlängerung der Schallröhre gespielt werden können (Obertöne). 
Neapolitaner 
ein Akkord der IV. Stufe in Moll mit einer kleinen Sexte statt der Quint.  
Negro Spiritual 
Lieder der afrikanischen Schwarzen, die als Sklaven im Süden von Nordamerika leben mußten.  
Neumen 
frühmittlealterliche Notenzeichen, die nur die ungefähre Tonhöhe und Notenwert einer Melodie angeben.  
Nocturne 
ein Nachtstück; lyrisches Stück für Klavier  
None 
Intervall im Abstand von 9 Stufen (Okatve + Sekund)  
Nonett 
Komposition für neun Instrumente.  
Notation 
Niederschrift von Musik; älteste Form ist die Keilschrift (3000 v.Chr.) 
Notenlinien 
die fünf horizontalen Linien in denen die Musik notiert wird.  
Notenschlüssel 
das Symbol, das den Bezugspunkt im Notensystem herstellt. Der N. steht am Anfang eines jeden Notensystems oder wenn sich der Schlüssel ändert.  
Novelette 
nannte R. Schumann Charakterstücke in Anlehnung an die Novelle der Dichter.

O
Oberdominante 
das gleiche wie Dominante, die 5. Stufe einer Tonleiter.  
Oberton 
Töne, die in jedem natürlichen Ton mitschwingen. Es sind ganzzahlige Vielfache der Grundschwingung. Sie bestimmen den Klang.  
obligat 
ein zugehöriger Teil, der wichtig ist (mit obligatem Baß bedeutet mit Generalbaß). 
Oboe 
Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt, um 1690 in Frankreich entwickelt.  
Oboe d'amore 
Abart der Oboe, eine Terz tiefer.  
Ode 
eine Gedichtform; altgriechisches Strophenlied des 16. Jhd., 4stimmig  
Offertorium 
(lateinisch) Darbietung, in der Messe nach dem Credo.  
Officium 
(lateinisch) Dienst, ursprünglich Gottesdienst mit Messe.  
Okarina 
kurze Schnabelflöte aus Porzellan oder Ton. 
Oktave 
das Intervall bestehend aus 8 Tonstufen.  
Oktett 
eine Komposition für acht Stimmen oder Instrumente. 
op. 
Abk. für Opus (lateinisch) , Werk. Wird benutzt um die Werke eines Komponisten zu ordnen.  
Opera buffa 
(italienisch) komische Oper besonders im 18. Jhd.  
Opera seria 
(italienisch) ernste Oper im Gegensatz zur Opera buffa. 
Operette 
'kleine Oper'; eine leichte Oper im 19. Jhd. mit gesprochenen Dialogen.  
Opernball 
ein Bühnenwerk, daß zwischen Oper und Ballett steht. Besonders in Frankreich 17. und 18. Jhd. (Lully und Rameau). 
Oper 
dramatisches Bühnenwerk mit Musik und Gesangseinlagen 
opus 
siehe op. 
Oratorium 
ein Komposition (entstanden um 1600), die aus einer Bearbeitung eines religiösen oder epischen Textes besteht, für Chor, Solisten, und Orchester.  
Orchestration 
1. siehe Instrumentation 2. Die Bearbeitung eines Werkes für Orchester, das für ein anderes Instrument geschrieben worden war (Klavier-Orchester).  
organum 
Bezeichnung für eine mittelalterliche, mehrstimmige Kompositionsform. 
Orgel 
das größte, volltönendste Musikinstrument, bestehend aus einem oder mehreren Manualen, dem Pedal, Registerzügen und aus Holz- und Metallpfeifen. 
Orgelpunkt 
eine tiefe Note, die über wechselnden Harmonien gehalten wird.  
Ornament 
Verziehrung 
ossia 
(italienisch) 'oder'; zeigt eine andere Ausführungsmöglichkeit einer Passage an. 
ostinato 
(italienisch) ein bestimmtes wiederholtes Muster im Baß (basso ostinato) 
ottava 
(italienisch) Oktave. Auch 8ve. ,all'ottava, eine Oktave höher und ottava bassa, eine Oktave tiefer zu spielen.  
Ouvertüre 
1. Ein Orchesterstück, das eine Oper, ein Oratorium oder ein Schauspiel einleitet 2. Orchesterstück, das für sich selbst steht (mehrere Sätze möglich).

P
Pandora 
Saiteninstrument, seit Mitte des 16.Jhds. in Gebrauch, mit 7 Saiten zur Begleitung des Generalbasses.  
Panflöte 
Hirtenpfeife, aus mehreren Pfeifen bestehend.  
Pantonal 
Schönberg zog diesen Ausdruck der Atonalität vor (Musik in keiner bestimmten Tonart).  
Parallelbewegung 
Bewegung von zwei oder mehr Stimmen in die gleiche Richtung. 
Parallel 
bezieht sich auf die Moll bzw. Durtonart mit der gleichen Anzahl von Kreuzen bzw. b.  
Parodiemesse 
Mess-Komposition über einer Stimme, die einem bekannten weltlichen Lied oder Motette entnommen wurde.  
Partita 
(italienisch) eine bestimmte Art von Suite im 18. Jhd. Im 17. Jhd. war die Partita eine Variation.  
Partitur 
Musiknotation in der alle Stimmen eines Stückes übereinander notiert sind.  
pas 
(französisch) Tanz- oder auch Marschschritt 
pasadoble 
ein schneller spanischer Tanz im 2/4 Takt.  
Passacaglia 
Ursprünglich ein langsamer Tanz. Später eine ähnliche Form wie die Chaconne, mit wiederholtem Baß. 
Passage 
ein Teil einer Komposition  
passionato 
(italienisch) leidenschaftlich 
passione 
(italienisch) 'Leidenschaft' - con passione = mit Leidenschaft 
Pastorale 
1. anderer Name für Madrigal
2. ein Musikstück aus dem ländlichen Leben
3. ein Instrumentalstück mit langen Baßnoten, mit Borduneffekt. Das Stück steht im 6/8 oder 12/8 Takt;
4. Sechste Symphonie Beethovens
 
pathétique 
(französisch) erhaben, leidenschaftlich, feierlich - Beethovens Klaviersonate op.13 und Tschaikowskys 6. Symphonie tragen den Namen 'Pathétique'.  
patetico 
(italienisch) pathetisch, leidenschaftlich, feierlich  
pateticamente 
(italienisch) pathetisch, leidenschaftlich, feierlich  
Pauke 
stimmbares Schlaginstrument 
Paukenmesse 
Messe in C-Dur von Joseph Haydn (1796) 
Paukenschlagsymphonie 
'The surprise', Symphonie in C-Dur von Joseph Haydn.  
pausa 
(italienisch) eine Pause  
Pause 
eine genau bestimmte Zeitdauer im Takt, in der keine Musik erklingt.  
Pavane 
(französisch) ein langsamer Tanz  
Pedal 
(lateinisch pedalis) heißen alle an den Musikinstrumenten mit den Füßen zu bedienende Hebel für verschiedene Zwecke.  
Pentatonik 
Musik mit der Fünftonreihe. Viele Kinderlieder und die ostasiatische Musik basieren auf diesen Skalen (z.B.: C D E G A). Die schwarzen Tasten auf dem Klavier bilden eine solche Skala.  
per 
(italienisch) durch, für  
perdendosi 
(italienisch) ersterben, sich verlierend, äußerst leise werdend.  
pertpetuum mobile 
(lateinisch) Ein schnelles Stück in dem ein bestimmtes Notenmuster immer wieder erklingt.  
pesante 
(italienisch) schwer, gewichtig  
petit 
(französisch) klein  
petto 
(italienisch) Brust 
Phantasie 
Musikstück in freier Form 
Phon 
Einheit für die subjektiv empfundene Lautstärke (0 Phon = Hörschwelle; 130 Phon = Schmerzschwelle).  
Phrase 
eine Gruppe von Noten, die eine kleine Einheit bilden.  
Phrygisch 
Kirchentonart, auf den weißen Tasten des Klaviers von E-E.  
piacere 
(italienisch, Belieben) a piacere = nach Belieben (im Tempo)  
piacevole 
(italienisch) gefällig  
piangendo 
(italienisch) weinend, weinerlich, klagend  
pianissimo 
(italienisch) sehr leise Abk. pp.  
piano 
(italienisch) 1. leise Abk. p
2. Wort für franz. und engl. Pianoforte, Klavier (Grandpiano=Flügel)
 
pianoforte 
(italienisch) 'leise und laut' Abk. Piano., Bezeichnung für das Klavier  
Picardische Terz 
der überraschende Klang der Durterz in einem Mollstück, oft am Schluß von Chorälen. Die früher vorherrschenden reinen Stimmungen ließen die Mollterzen wesentlich unsauberer klingen, als die Durterzen.  
picccolo 
(italienisch) klein; flauto piccolo, kleine Flöte  
pieno 
(italienisch) voll; a voce piena = mit voller Stimme  
piu 
(italienisch) mehr, sehr; z.B. piu forte = stärker, mehr forte  
pizz. 
Abk.für Pizzicato.  
Pizzicato 
(italienisch) Anweisung die Saiten eines Streichinstrumentes zu zupfen. Gegenteil: arco (gestrichen)  
plagal 
Halbschluß von der Unterdominante (IV. Stufe) zur Tonika (I. Stufe) 
Plaisanterie 
(französisch) Scherz, Gefälligkeit, So genannte Sätze gab es in der Suite des 18. Jhds.  
Plektron 
Blättchen zum Anreißen der Saite (bei Mandoline, Zither, Gitarre...)  
Plica 
(lateinisch, Falte) Vortragsart, welche schon bei der Notierung der Neumen verwendet wurde. Eine Art Doppelschlag (Verziehrung).  
poco 
(italienisch) ein wenig poco a poco, nach und nach  
Polacca 
(italienisch) siehe Polonaise.  
Polka 
ein aus Böhmen stammender schneller Rundtanz im 2/4 Takt.  
Polonaise 
ein polnischer Tanz im 3/4 Takt aus dem späten 16. Jhd.  
Polyphonie 
ein Musikstil in dem mehrere unabhängige Stimmen miteinander musizieren. Die Hauptorientierung ist horizontal. Der Gegensatz ist Homphonie  
Polyrhythmik 
der gleichzeitige Gebrauch von zwei verschiedenen rhythmischen Modellen. (Triolen gegen Achtel, Sechzehntel gegen Triolen usw.)  
polytonal 
der gleichzeitige Gebrauch mehrerer Tonarten  
pomposo 
(italienisch) pompös, feierlich, prächtig  
ponderoso 
mit Nachdruck, gewichtig  
Ponticello 
(italienisch) Steg der Saiteninstrumente; sul ponticello = ganz nahe am Steg spielen  
portamento 
(italienisch) gleiten, herangleiten  
Portativ 
kleine tragbare Orgel des Mittelalters.  
portato 
getragen; weder gestoßen noch gebunden  
Posaune 
Blechblasinstrument, meist als Zugposaune, weniger als Ventilposaune gebaut.  
Positiv 
kleine feststehende Orgel (im Gegensatz zum tragbaren Portativ)  
Postludium 
Nachspiel 
Potpourri 
(französisch) ein aus verschiedenen (bekannten) Melodien zusammengestelltes Musikstück.  
poussé 
(französisch) Aufstrich (bei Streichern)  
pp 
Abk. für pianissimo, sehr leise  
Praecentor 
(lateinisch) Vorsänger, Kantor  
Praller 
kurzer Triller 
Präludium 
Vorspiel zu einer Fuge, einer Suite oder einem Choral  
Prelude 
1. siehe Präludium 2. selbstständiges freies Stück (meist für Klavier oder Orgel).  
prepared piano 
ein Ausdruck des 20. Jhd., der das verändern des Klavierklanges beschreibt. Dabei werden die Saiten mit Objekten 'präpariert' (Radiergummis, Schrauben, Reißnägel etc.)  
Premiere 
Erstaufführung, Uraufführung  
pressez 
(französisch) schneller werden  
prestissimo 
(italienisch) sehr schnell  
presto 
(italienisch) schnell, gehetzt  
prima donna 
(italienisch) die weibliche Hauptdarstellerin in einer Oper.  
prima volta 
(italienisch) das erste Mal  
prima, primo 
(italienisch) das/der erste  
primo 
(italienisch) der erste 1. Der obere Spieler eines vierhändigen Klavierstückes 2. Der erste von zwei oder mehr Interpreten (violino primo beduetet: die erste Violine)  
Programmusik 
Beschreibende Musik, die sich an einem Gedicht, Schauspiel, Begebenheit, Roman usw. orieniert.  
P 
Abk. für piano (italienisch) , weich, leise. Es gibt verschiedene Abstufungen, wie pp, ppp, mp, usw.  
Psalm 
Lyrische Dichtungen jüdischer Tempelmusik mit Begleitung harfenartiger Saiteninstrumente.  
Psalterium 
altes Saiteninstrument (trapezförmige Harfe)